Eine Menge junger Leute in roten Westen, mit einer handvoll Plakaten stand dort herum und nahm hin und wieder einen kleinen Snack und hörte der Band zu, die auf der extra errichteten Bühne ihr Bestes gab, obwohl unter der Bühne ein großes Transparent mit den Worten "Wir streiken" angebracht war.
Demzufolge bestand die Band aus Streikbrechern, weil sie ihrem "Beruf" nachgingen.
Soweit so gut, allerdings hatte ich mir eine Demo, falls es denn eine gewesen sein soll, ein wenig anders vorgestellt.
Es gab weder Informationsmaterial, noch habe ich einen Ansprechpartner gefunden, es war nicht mehr als ein loses Zusammenkommen von Menschen, die - so hatte ich den Eindruck - nichts zu sagen hatten, aber vielleicht war das auch ein Teil des Streiks.
Das einzige Infomaterial das auslag waren Infobroschüren der Gewerkschaft VERDI mit eingebundenem Beitrittsformulat.
Als ich etwa 5 Stunden später wieder auf dem Neumarkt war, war alles verschwunden, außer ein wenig zurückgebliebenem Müll (allerdings sauber zu einem Haufen zusammengekehrt) erinnerte nichts mehr an die Zusammenkunft vom Morgen.
Ich finde das traurig, aber auch bezeichnend und meine, wenn jemand mit so wenig Engagement und Enthusiasmus seine "Sache" vertritt, darf er sich nicht wundern, wenn er nichts oder nur wenig erreicht.
Ich möchte der betroffenen Berufsgruppe nichts unterstellen und weiß, dass sie weder angemessen angesehen, noch bezahlt wird, aber mir kam der Gedanke, dass, wenn sie mit der selben Begeisterung, mit der sie ihre Sache vertritt, die Vorbereitung unserer Kinder auf deren Zukunft angeht, es damit nicht zum besten bestellt sein kann ...
... meint der ...
... das, was in Elberfeld vor sich ging, recht bescheiden findende ...
... Hollaender
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen