Täglich entnehme ich den Medien, dass die Population der Menschen, die den Rattenfängern der rechten Szene nachlaufen größer wird.
Es ist pervers, dass sogar von führenden Politikern der etablierten Parteien Attentate wie in Paris zum Vorwand genommen werden, um Menschen die genau vor diesen Attentätern/Mördern aus ihrer Heimat fliehen, Hilfe und Aufnahme zu verweigern.
Lieber drückt man mehr als nur das rechte Auge zu, anstatt gegen die Auswüchse der rechten Gewalt im eigenen Lande vorzugehen.
In meinen Augen sind diejenigen, die Anschläge (die nichts anderes sind als Attentate) gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte unternehmen um keinen Deut besser, als die Attentäter von Paris oder die Berserker die im nahen Osten wüten.
Ich habe noch von keinem Fall gelesen oder gehört, bei dem einer dieser "Brandstifter" oder "Rudelschläger" selbst Blessuren davon getragen hätte, ganz zu schweigen von schweren Schäden, weil sie immer aus sicherer Entfernung, im Schutz der Dunkelheit oder aus der Masse "zuschlagen".
Mein Vorschlag:
Alle, die sich so vehement gegen Flüchtlinge und deren Aufnahme engagieren, sollten für ein paar Wochen (im Bedarfsfall auch zwangsweise) in deren Heimat verbracht werden, um selbst zu erleben, unter welchen Bedingungen diese Menschen zu überleben gezwungen sind.
Ich bin sicher, spätestens nach 24 Stunden würden sie um Hilfe und Asyl betteln!
Insbesondere wäre dies eine vielleicht "heilsame" Maßnahme für die Befürworter von AfD und Pegida, sowie deren Ablegern.
Allerdings schlage ich auch vor, mit einigen unserer Volksvertreter derart zu verfahren, insbesondere denen aus den sogenannten christlichen Parteien.
Statt Milliarden in sogenannte Genzsicherungen zu investieren oder Kriegstreibern wie Recep Tayyip Erdoğan zu hofieren, damit er verhindert, dass fliehende Menschen weiter in Richtung Europa reisen können, sollte man mit diesen Geldern Hilfsorganisationen unterstützen.
18. September 2015. 360 000 Syrerinnen und Syrer in Lagern rings um ihr Heimatland sind inzwischen ganz ohne Hilfe des WFP.
Für mehr als 1,5 Millionen weitere habe man die Nahrungsrationen drastisch kürzen müssen, sagt Abeer Etefa, die WFP-Verantwortliche für die Region.
Laut UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming wären 4,5 Milliarden Dollar nötig, um den vier Millionen syrischen Flüchtlingen in den Lagern in Libanon, Jordanien und der Türkei mit Nahrung, Unterkünften und elementarer medizinischer Versorgung zu helfen. Davon seien erst 43 Prozent eingetroffen. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)
Diese Menschen haben die Wahl, entweder in den Lagern zu verhungern oder sich auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa zu machen.
Jeder sollte sich ehrlich fragen, wie er sich wohl selbst in dieser Situation entscheiden würde!!!
Wenn es möglich ist, eingetragenen Vereinen bei Verstößen gegen die Gemeinnützigkeit diese zu entziehen, sollte es auch möglich sein, Parteien, die das "C" für christlich im Namen führen, diesen Buchstaben oder zumindest seine Definition abzuerkennen, wenn sie sich in keiner Weise mehr zu christlichen Werten bekennen.
Die Stadt Wuppertal, die bekanntlich nicht grade zu den reichsten Städten Deutschlands gehört, wird mit Ablauf dieses Jahres etwa 4000 Flüchtlinge aufnehmen und so menschenwürdig wie möglich unterbringen.
Diese Anzahl entspricht bei einer momentanen Einwohnerzahl von 352.000 einem Anteil von 1,14%.
Umgerechnet auf die Bevölkerung unseres Landes von 82 Millionen Einwohnern macht das eine Anzahl von 950.000 Menschen.
Wenn Wuppertal das schafft, sollte das auch in anderen Städten möglich sein.
Vielleicht sollten man die Chance ergreifen und mit den Menschen die zu uns kommen, die Gebiete in Deutschland (insbesondere im Osten und in Bayern) neu zu besiedeln, die sonst "aussterben".
Fakt ist, dass von 1991 bis 2014 alleine die vier Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt unterm Strich 1,2 Millionen Einwohner durch Abwanderung verloren haben (Quelle: Die Zeit).
Zwei Drittel aller ländlichen Gemeinden haben zwischen 2003 und 2008 mehr als ein Prozent ihrer Bewohner verloren. Und Dörfer werden weiter schrumpfen ( Quelle: Die Welt), auch hier wäre Handlungsbedarf und die Flüchtlinge könnten diese Lücke füllen.
Ich habe keine Angst vor Menschen die unter Lebensgefahr zu uns flüchten, sondern vor dem "braunen Mob" und den "Volksverhetzern", denen leider immer mehr (nicht selbst denkende) hinterher hecheln, man könnte meinen, dass die Geschichte sich wiederholt, vor etwa 75 Jahren begann es ähnlich und wohin das geführt hat, weiß heute jeder.
Nur haben viele wohl nichts daraus gelernt....
... meint der ...
... diese Entwicklung mit Grauen betrachtende ...
... Hollaender
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